November 22, 2010
Microsoft Office 2011 for Mac

Ich hatte die Gelegenheit mal kurzzeitig mit Office 2011 von Microsoft zu arbeiten.

Kurz war die Gelegenheit, weil ich gleich wieder zu den Apple Derivaten Pages, Numb3rs und Keynote gewechselt habe.

Wissend, dass Office nun das ach so tolle Ribbon-Design hat, war ich guter Dinge, als Word 2011 innerhalb von fünf Sekunden startet.

Doch was sich mir bot, war ein Grauen: überfrachtete Menüführung, eine undurchsichtige Symbolleiste, die nicht mehr als Word 2003 in noch bunter war.

Hier ein kleiner Ausschnitt:

Ja, dass ist die Standardansicht.

Keine Ahnung was sich Microsoft dabei gedacht hat, aber so wenig Produktivät in einem Produkt kann man doch gar nicht erzeugen, oder?

Da wird einfach mit microsoftscher Denkweise an die Sache herangegangen und die globale Menüführung des OS X, einer wie ich finde, Vorteil des Betriebssystems, völlig ignoriert.

Vier Jahre haben die Redmonder für das neue Mac Office gebraucht, doch geändert hat sich nichts.

Was auch noch nervt ist, dass vorallem Word relativ resourcenlastig ist. Wohl auch nicht schön in Cocoa programmiert, wie?

Also von mir aus kann Microsoft weiterhin für Windows-Heinis ihr Office vermarkten, auf meinen Mac kommt es nicht.

November 13, 2010
Automount von AFP-Volumes (netatalk)

Ich hatte mich irgendwie geärgert, dass man eigentlich nur NFS beim Login mounten kann, doch dann fand ich dieses kurze Tutorial.

Also:

  • Systemeinstellungen
  • Benutzer
  • den jeweiligen Benutzer auswählen
  • Auf Anmeldeobjekte gehen
  • Auf das + klicken
  • Das jeweilige Volumes, dass man mounten möchte auswählen
  • Hinzufügen
  • Abmelden oder neustarten

Jetzt mountet OS X das AFP-Volume direkt nach dem Login.

Kurze Frage an die Leser: Funktioniert das auch mit SMB (Samba)?

November 8, 2010
Netatalk - Netzwerk mit Apple Filing Protocol

AFP steht für Apple Filing Protocol und beschreibt wie der Name schon sagt ein Protokoll über denen Apple Computer übers Netzwerk auf Laufwerke zugreifen können. Es steht somit in naher Verwandschaft mit NFS und SMB, oder auch prinzipiell FTP.

Nun habe ich schon eine Weile mit NFS geliebäugelt, aber es nicht wirklich reibungslos in meine Arbeitsumgebung bestehend aus einem Macbook und einem Linux-powered Server; einbinden können, auch wenn Apple von Haus aus NFS unterstützt.

Samba kam für mich nicht in Frage, da es relativ langsam ist und sich vielleicht für kleinere Dateioperationen eignet, aber mich nicht vollends zufrieden stellt.

Also warum nicht mit Apples eigenem Protokoll rumdoktern?

Gut, dass es netatalk, eine freie Implementation des AFP, auch für Linux und BSD gibt.

Ziel des Ganzen sollte es sein, wahlweise per Wifi (802.11n/g) oder Ethernet (1000Base-T), auf einen Speicherort auf dem Server zuzugreifen, dort per TimeMachine eine Sicherung zu hinterlegen und auch Dateien von Ordnern des Servers abzurufen.

Grundfunktionen eines Fileservers eben.

Deswegen wurde flugs netatalk über den Paketmanager installiert, doch es stellte sich heraus, dass das Paket keine gesicherten Verbindungen zuließ.

Daher musste ich nochmal das Paket manuell mit cracklib aus den Quellen heraus kompillieren.

Dann ging es an die Arbeit.

in /etc/netatalk/default die Einträge wie folgt gestalten

ATALKD_RUN=no

PAPD_RUN=no

TIMELORD_RUN=no

A2BOOT_RUN=no

CNID_METAD_RUN=yes

AFPD_RUN=yes

ATALKD und PAPD bräuchte man nur, wenn man noch über AFP drucken will, was aber bei mir nicht der Fall ist.

Dann weiter in der /etc/netatalk/afpd.conf den letzten Eintrag in

- -transall -uamlist uams_randnum.so,uams_dhx.so -nosavepassword -advertise_ssh

ändern, damit auch eine sichere Verbindung benutzt wird.

Zuletzt muss man in der Datei /etc/netatalk/AppleVolumes.default die Einträge für die Volumes, also die freigebenen Speicher eintragen, dass sich wie folgt bei mir gestaltet:

/media/TM “mawteach” cnidscheme:cdb options:tm

~ $v cnidscheme:cdb options:usedots,noadouble,nohex

/media/TM ist dabei mein TimeMachine-Volume, der Eintrag options:tm macht das für den Apple Rechner klar.

cnidscheme legt die Datenbank fest, in dem AFP seine IDs für die Dateien speichert, wo man die Wahl zwischen der cdb und dbd von Berkley hat.

Da ich in Hinblick auf Datensicherung mehr Wert auf Zuverlässigkeit als Datendurchsatz lege, favorisiere ich dbd.

Die Optionene usedots, noadouble und nohex sind fast selbsterklärend. noadouble legt fest, dass keine kleinen nervigen Cachedateien namens .appledouble in allen Ordner, auf die man zugreift, angelegt werden - ähnliche wie bei Windows die thumb.db

Nun ist man im Grunde schon fertig. netatalk neustarteten und man kann die Volumes über den Finder ( + k) einbinden.

Um es aber noch ein bisschen komfortabler zu machen, sollte man mit Avahi rumspielen, was ich dann auch getan hab.

So meldet sich jetzt meine Linux-Box als Apple Server an, Time Machine erstellt vollautomatisch Backups, ich kann mein komplettes Home auf dem Fileserver ablegen und der Wechsel von Ethernet zu Wifi geht nahtlos.

Mehr dazu findet ihr auf:

http://www.kremalicious.com/2008/06/ubuntu-as-mac-file-server-and-time-machine-volume/

http://scottlinux.com/?p=933

http://www.kde4.de/?page_id=389

November 7, 2010

I want my Orange juice!

November 7, 2010
"Mit Außerirdischen, die nicht weitergekommen sind als Microsoft und Apple - will ich persönlich nichts zu tun haben."

— Harald Lesch

(Quelle: seekwhencer.de)

November 7, 2010
SSD - sehr schnelle Dateien?

Im Sommer letzten Jahres stellte ich fest, dass ich ein paar Euro mehr hatte, als ich brauchte und mein Macbook eine kleine Aufrüstung gebrauchen könnte.

Meine Wahl fiel auf den Kauf einer SSD Festplatte, namentlich die Corsair CMFSSD-64D1.

Der Hersteller gab an:

  • Maximum sequential read speed up to 240MB/s
  • Maximum sequential write speed up to 170MB/s
  • Indilinx Barefoot controller and Samsung MLC NAND flash for maximum performance
  • 64MB DRAM cache for stutter-free performance
  • No moving parts for increased durability over standard hard disk drives
  • Decreased power usage for cool and quiet operation and increased laptop battery life
  • 100+ Year Life Expectancy (MTBF)
  • Three year warranty

In der Praxis konnte ich jedoch nie die besagten 240 MB/s lesend und 170 MB/s schreibend erreichen, den das Macbook hat nur einen SATA-1,5 GBit/s Controller, der maximal 150 MB/s erreicht.

Doch abseits dessen, dass 150 MB/s knapp viermal schneller als meine bisherige 2.5” Festplatte sind, machte sich vorallem die enorm kurze Zugriffszeit beim Öffnen von Programmen bemerkbar.

Ich konnte ein Programm anklicken und es war in einer kaum messbaren Zeit geöffnet, so als wäre es bereits im RAM vorgelagert gewesen.

Der Systemstart von OS X 10.5 (Leopard) verkürzte sich von gefühlten zwei Minuten auf gemessene 20 Sekunden.

Selbst GIMP, was immerhin noch einen X11 und etliche andere Sachen lädt, war innerhalb von fünf Sekunden einsatzbereit.

Ich war also vollends zufrieden mit meinem Kauf, auch wenn ich für 100 € mehr bereits eine Intel X25 SSD-Festplatte mit SLC statt MLC Chips hätte bekommen können, doch die waren kaum verfügbar und hätten wohl kaum Geschwindigkeitsvorteile aufgrund des lahmen SATA-Controllers des Macbooks gebracht.

Ein reichliches halbes Jahr verging und ich stellte fest, dass sich meine SSD zunehmend träger anfühlte: OS X und die Programme starteten langsam und der Unterschied zu einer normalen HDD wurde minimaler.

Natürlich hatte ich inzwischen OS X 10.6 alias Snow Leopard installiert, doch wie ich später las, hatte es die TRIM-Unterstützung nicht vollends implementiert.

Also musste ich nach einer anderen Lösung suchen, um die SSD wieder flott zu bekommen, den Garbage Collection oder ähnliche Verfahren, die hardwareseitig die zum Löschen freigegebene Speicherbereiche als ungültig markieren, hat meine SSD nicht.

Nach etlichem Suchen, Foren durchforsten und pipapo hörte ich dann zufällig im NSFW-Podcast von einem Programm namens Disktester.

Leider ist das Programm nicht Open Source sondern kostet derzeit 29 € aber es hat eine tolle Funktion namens Recondition SSD.

Iterations planned: 40

Write size: 256MB

*** You may stop reconditioning at any time the performance is acceptable.

 Offset MB       Min       Max       Cur       Avg

       256      56.9      56.9      56.9      56.9

       512      47.3      56.9      47.3      51.7

       768      47.2      56.9      47.2      50.1

      1024      45.1      56.9      45.1      48.8

      1280      45.1      61.7      61.7      50.9

Im Grunde macht es Etwas sehr simples: Es schreibt den freien Speicher mit Dateihappen a 256 MB voll, bis der freie Speicher überschrieben wird und somit die SSD wieder ihre volle Performance erlangt.


So schreibt meine SSD wieder mit satten 120 und liest mit knapp 145 MB pro Sekunde.
Sicher kann man das auch irgendwie mit dd machen, ich habs eine Weile probiert, aber das Ergebnis war recht mager.


Bleibt nur noch zu hoffen, dass Apple endlich TRIM softwareseitig aktiviert, wenn möglich schon bitte mit 10.6.5 und nicht erst mit Lion.

November 7, 2010
Ziemlich dreist von McDonalds neben einem Starbucks für “Kaffeegenuss” bei McCafe zu werben.
Doch was solls, ich trink lieber Kaffee zuhause. Dazu aber später mehr…

Ziemlich dreist von McDonalds neben einem Starbucks für “Kaffeegenuss” bei McCafe zu werben.

Doch was solls, ich trink lieber Kaffee zuhause. Dazu aber später mehr…

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